Rainers Kulturecke
Kulturmagnat





Spieltag 31




In eigener Sache







Zahnschmerz



Das Zahnweh, subjektiv genommen,
ist ohne Zweifel unwillkommen;
doch hat's die gute Eigenschaft,
daß sich dabei die Lebenskraft,
die man nach außen oft verschwendet,
auf einen Punkt nach innen wendet
und hier energisch konzentriert.
Kaum wird der erste Stich verspürt,
kaum fühlt man das bekannte Bohren,
das Zucken, Rucken und Rumoren,
und aus ist's mit der Weltgeschichte,
vergessen sind die Kursberichte,
die Steuern und das Einmaleins,
kurz, jede Form gewohnten Seins,
die sonst real erscheint und wichtig,
wird plötzlich wesenlos und nichtig.
Ja, selbst die alte Liebe rostet,
man weiß nicht, was die Butter kostet,
denn einzig in der engen Höhle
des Backenzahnes weilt die Seele,
und unter Toben und Gesaus
reift der Entschluß:

Er muß heraus!



Wilhelm Busch








Spieltag 30







  174.   Revierderby  








Bauch – und BVB – Weh


Man darf das nicht vergleichen,
doch beides tut sehr weh;
Du hast PMS,
ich hab BVB.

In beiden Köpfen Watte,
in beiden Körpern Blei,
bei dir ist es der Zyklus,
bei mir ein 1:3 .

Dir geht es etwas besser,
im Gegensatz zu mir,
du schluckst ASS,
ich schluck S04 .

Ich bin etwas neidisch,
du bist bald am Ziel,
musst noch durch das Blutbad,
ich zum Auswärtsspiel.

Du bist drüber weg,
PMS ade !
Sag zum Abschied leise;
Heja BVB !


Fritz Eckenga








Spieltag 29




***

April 1968

Vor 50 Jahren feiert Stanley Kubricks
2001 – Odyssee im Weltraum“
Prämiere

***


Und hier die ultimative Zusammenfassung
in 9 min 55 sec.






Die Redaktion empfiehlt 10 Minuten Muße,
einen großen Bildschirm und einen aufgedrehten Lautstärkeregler !!

Viel Spaß !







Spieltag 28








Warum Freund

Frühling

blüht und singt?

Witterungsbedingt !

[F:W: Bernstein]








Tucholsky´s Kommentare




Frühling


Lenz! Dich hätten wir beinah vergessen!
Frisch und kühn
sprießt inmitten dem Randal indessen
junges Grün.

Blätter stecken ihre zarten Spitzen
hastend aus.
wie sie schmuck auf ihren Ästen sitzen!
Feucht und kraus!

Und sie sehen: Bunte Tumultanten!
Militär!
Sehen wildgewordene Adjutanten –
Welch ein Heer!

Und sie sehen: Grad die falschen Leute
packts Gericht.
Doch die großen Diebe… Heute?
Heute nicht.

Und die jungen Blätter blitzen
Und sie denken sich: Was mag das sein?
Könnten sie, sie zögen ihre Spitzen
schleunigst wieder ein !


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Foto : unbekannt
Musik : G. Verdi - la primavera








Spieltag 27





Berliner Lokalteil




Ick sitze da
und esse Klops,
uff eenmal klopp’s.

Ick kieke, staune, wundre mir,
uff eenmal jeht se uff, de Tür.

Nanu denk’ ick, ick denk’ nanu,
Jetzt is se uff, erst war se zu.

Ick jehe raus und kieke,

und wer steht draußen? – Icke!


Jean de Bourgois


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Die Kulturredaktion gratuliert dem Wahlberliner Gerhard Seyfried zum
70. Geburtstag



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Wenn ick schon höre: Aus Prinzip !
Wer mir det sagt, den hab ick lieb.

Er soll mal helfen aber schnell,
Det tut er niemals, prinzipiell;

Ick will was pumpen, janz intim,
Er pumpt nischt, is Prinzip bei ihm.

Triffst du den Kerl, tu´s mir zu lieb,
hau ihm ´ne Watsche – aus Prinzip !!



Auszug aus den Jammerstophen
von Alexander Moszkowski









Spieltag 26





Meister der komischen Kunst

Gerhard Glück





...und wenn man alle ,.. also... Poggenburg,.. Höcke, …Bachmann,... von Storch
und Konsorten …also alle ….
...Kanichenstall, ...gesunde Kost, viel frische Luft
...dann wär´s doch halb so wild.....

Nein ? Keine Option ? …...

Schade, aber man wird doch noch mal traümen dürfen.....

[die Kulturred.]









Spieltag 25








Schicht im Schacht I







Aus der Bergarbeiterzeitung
vom 29.10.1899


Schwarz von Kohlendampf die Luft,
Überall Gepoch und Hämmern,
Jede Grube eine Gruft,
Um das Leben zu verdämmern.

Zwischendurch der Hütten Dunst
Und die Glut von tausend Essen,
Eine Riesenfeuersbrunst,
Nicht zu malen, nicht zu messen.

Graue Halden, dürr und kahl,
Schlote, die zum Himmel ragen,
Menschenleiber, welk und fahl,
Die sich hasten, die sich plagen.

Sprecht vom Kohlengräberstand
Oft mit klügelnder Gebärde -
Das ist Kohlengräberland !
Das ist unsere Heimaterde.


Heinrich Kämpchen

[13.5.1847 – 6.3.1912]




Am 21.12. 2018 schließt die
Zeche Prosper Haniel in Bottrop.

Damit ist der Steinkohlebergbau
im Ruhrgebiet und in ganz Deutschland
nach rund 200 Jahren nur noch Geschichte.

Glück Auf Zukunft !



Musik : Tennessee Ernie Ford – 16 tons











Spieltag 24




Kuschkes´s Schwanengesang


Jott, war det mal schön, een Nazi zu sein !
Und wie hat sich det verändert -

Die Mütze bebändert,
Det Knopploch beflaggt,
Durch de Jejend jeschlendert
Wie jeleckt und jelackt
Und jewaltsam im Takt,
Als wäre man selbst een historischer Akt -
Und wat nich dabei war, hiess Judenschwein...

Jott war det mal schön, een Nazi zu sein.

Ick stand der Bewejung zwar
Kühl jejenüber.
Erst wie se lejal war,
Jing ick jleich rüber.

Schließlich wat willste ? Sollt ick vahungern
Am ausjestreckten Arm ?
Oder zehn Jahre rumlungern
Wie Barbarossa
Bis nach dem letzten Luftschutzalarm ?

Oder Eichhörnchen spielen im Jrunewald,
Bis de neue Ordnung vorüber is ?
Wie sacht man ´ner Lokomotive Halt,
Wenn man drunter is und sie drüber is ?

Bis zum letzten Hauch
Für de Freiheit uff Erden ?
Na, nu mach aber mal´n Punkt mit die wilden Jebärden -
Mit Himmler im Rücken und Joering vorm Bauch
Versuch du mal selber, keen Nazi zu werden !

So wat denn, wat denn ?
Warum piekste dein´ hässlichen Zeigefinger jrade uff mich ?
Bin ick für de Weltjeschichte verantwortlich ?
Hab ick den Herrn Hitler erfunden
Und ihm de Nabelschnur abjebunden
Bei der Jeburt der Nation,
Bloss weil ick een Stock über ´ne Hebamme wohn ?

Oder denkste, du kannst nach Belieben
Jede jrösste Jemeinheid blind
Mir in die Schuhe schieben,
Weil die sowieso schon so ausjelaatscht sind ?

Du, det saach´ick dir sehr mit Bedacht,
Weil de dir so um mein Seelenheil sorgst:
Hätte ick de Menschheit jemacht,
Dann wär´se bestimmt nich so verkorkst.

Ick war immer ´ne friedliche Haut,
Aber saach´ick det laut,
Wird mir warscheinlich die Fresse versaut.
Und bevor ick mir kaltblütig abmurksen lasse,
Reih´ick mir lieber mit ein in die Rasse.

Doch nu riecht´s brenzlich.
Und weil ick det wittere,
Baue ick vor,
Dass ick mir nich jänzlich
De Aussicht vejittere
Und die Zukunft vabittere,
Bei der ick wohl kaum zum Triumphmarsch komm
´Mit´n Jardekorps
Durch die Bruchstücke vom
Brandenburger Tor.

Und is dann dem Rommel
Der Endsiech verpatzt
Und de letzte Trommel
Endjültig jeplatzt
Und der Einjang verrammelt
Zum tausendjährijen Reiche,
Und der schöne Adolf bammelt
An´ner Hitlereiche -
Und is det letzte Jebäude
Das noch nich völlich zerfetzt,
Mit Kraft durch Freude
Vom Jejner besetzt -

Ja, dann wees ick schon jetzt:
eener der ersten,
Der´s deutlich betont,
Dass er am schwersten
Jelitten , der wohnt
Am Prenzlauer Berg. Und Kuschke heesst er !
Und als man so manchen nach Polen verschickt,
Hat er dem jüdischen Schneidermeester
Heimlich beim Abschied de Hand jedrickt.

Und war ooch als Blockwart mit ihm nich zu spassen,
Alljemein menschlich war´s offenbar,
Dass er aüsserlich zwar jezwungenermassen,
Aber innerlich niemals een Nazi war !


Robert Gilbert (1899 – 1978)

[ab 1933 im Exil]


- - -

( Aus einem Flugblatt der Weissen Rose )

„Aus Liebe zu kommenden Generationen muß nach Beendigung des Krieges ein Exempel statuiert werden,
daß niemand auch nur die geringste Lust je verspüren sollte, Ähnliches aufs neue zu versuchen.

Vergeßt auch nicht die kleinen Schurken dieses Systems, merkt Euch die Namen, auf daß keiner entkomme!
Es soll ihnen nicht gelingen, in letzter Minute noch nach diesen Scheußlichkeiten die Fahne zu wechseln
und so zu tun, als ob nichts gewesen wäre!“

- - -

( Vernehmungsprotokoll Sophie Scholl )

„Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte.
Ich bereue deshalb meine Handlungsweise nicht und will die Folgen, die mir aus meiner Handlungsweise erwachsen, auf mich nehmen.“


Antwort auf die Abschlussfrage, ob sie
„nicht doch zu der Auffassung gekommen sei, dass ihre Handlungsweise und das Vorgehen gemeinsam mit Ihrem Bruder
und anderen Personen gerade in der jetzigen Phase des Krieges als ein Verbrechen gegenüber der Gemeinschaft
insbesondere aber unserer im Osten schwer und hart kämpfenden Truppen anzusehen ist,
das die schärfste Verurteilung finden muss.“


Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst
werden am 22. Februar 1943
von Nazischergen verurteilt und hingerichtet.


---


Empfehle auch nachdrücklich den Beitrag der Lokalredaktionn Berlin auf der Hauptseite !











Spieltag 23









Langsam schob sich eine riesige Posaune
bis auf wenige Zentimeter an den schlafenden
Herrn Semmler heran, lange verharrte sie so,
ohne den geringsten Laut von sich zu geben,
dann verschwand sie wieder.

Vorfälle dieser Art mögen selten sein,
sie sollten uns aber unbedingt zu denken geben.

Bernd Pfarr



Tief im Bett

Lieg schon tief im weichen Bette.
Was ich noch zu sagen hätte ?

Die Theorie der Badematte,
Börsensturz, die Morgenlatte,

Sinnbaukasten, Pannenquelle,
Fehlerquote, Sollbruchstelle,

Spermaspur im Permafrost,
Wechselkurs im Adlerhorst,

Störfall, Frohsinn, Obrigkeit
Versfußschweiß und Raum und Zeit -

Das hätt´ich noch zu sagen.
Sind noch Fragen ?

F.W. Bernstein









Spieltag 22




Fred Endrikat Spezial



Gedanken beim steifen Grog


Wo ein Grog ist - da ist auch ein Keller.
Wo eine Zeche - ist auch ein Preller.
Wo ein Tsching - da ist auch ein Bum.
Wo ein Kümmel - da ist auch ein Rum.

Wo ein Mat ist - ist auch ein rose.
Wo ein Wind - ist auch eine Hose.
Wo ein Luv ist - ist auch ein Lee.
Wo ein W - da ist auch ein C.

Wo eine Ana - ist auch die lyse.
Wo eine Kom ist - ist auch die büse.
Wo ein Kauta - da ist auch ein bak.
Wo ein Dudel - da ist auch ein Sack.

Wo ein Säbel - da ist auch die Scheide.
Wo ein Schorf ist - da ist auch die Heide.
Wo ein Labs ist - da ist auch ein kaus.
Wo eine Freude - da ist auch ein Haus.

Wo ein Stein ist - da ist auch ein häger.
Wo ein Schorn - ist auch ein steinfeger.
Wo ein Kampf ist - da ist auch ein Sieg.
Wo eine Jungfer - da ist auch ein Stieg.

Wo ein Amboss - da ist auch ein Hammer.
Wo eine Katze - ist auch ein Jammer.
Wo eine Hexe - da ist auch ein Schuss.
Wo ein Kurz ist - da ist auch ein Schluss.


Schnapsgebet


Wenn sich mein Affe und mein Kater guten Morgen sagen
der eine grinst, der andere faucht und spuckt

dann habe ich ein solch Gefühl im Magen,
als hätt' ich eines Landbriefträgers Fuß verschluckt.


Elegischer Rauchermonolog


Lebe wohl, es ist genug
mit dem langen Erdenrummel.
Bald geht unser letzter Zug,
lebe wohl, du alter Stummel.

Anfangs ging es flott voran,
plötzlich kam die große Wende.
Funkensprühend fängt man an,
und ein Stummel ist das Ende.

So verpafft man seine Zeit,
und man streicht uns von der Liste,
Sinnbild der Vergänglichkeit,
Inbegriff der leeren Kiste.

Alles muss in Rauch vergehn,
aufwärts zu den Cherubimen.
War der Anfang noch so schön,
doch der letzte Rest heißt: Priemen.

Alter Bursche, glaube mir,
Stummel sein, ist kein Vergnügen.
Schau mich an, jetzt stehen wir
beide vor den letzten Zügen.

Zeig dich stark und fasse dich,
dass man uns nicht überrasche.
Du bist so verkohlt wie ich,
darum Friede unsrer Asche.


Fred Endrikat ( 1890 – 1942 )


…..und Ende








Spieltag 21




Fred Endrikat Spezial



Pensionierte Sittlichkeit

Es war einmal ein Auerhahn,
der hatte seine Pflicht getan,
acht Jahre lang und noch viel mehr,
dann ward der Dienst ihm etwas schwer.
Kein Ding auf Erden ewig dauert,
er hatte eben ausge-auert.

Nun ließ er seine Blicke schweifen
betrübt zu all den Ordensschleifen,
Diplomen und den Ehrenpreisen,
die er er-auert einst auf Reisen.
Was halfen ihm jetzt all die Prämien?
Er musst' sich vor den Hühnern schämien.

Kein Hafer und kein Sellerie
entlockte ihm ein Kikeriki.
Es klang jetzt wie ein heisres Quieken
sein einst so frohes Kikerikieken.
Und alle Hennen, alle Glucken,
die waren darob baß erschrucken.

So stand er traurig wie Pik sieben
im Kreise seiner Hühnerlieben.
Man hat den Enterich gebeten,
den Hahn einstweilen zu vertreten.
Was kümmert sich das Federvieh
um Sittlichkeit und Bigamie.

»Jawoll«, sprach stolz der Enterich.
»Die Kleinigkeit besorge ich.«

Am Zaun stand nun der Auerhahn
und sah voll tiefer Trauer an,
wie seine Hennen, seine Glucken,
ohn' mit der Wimper nur zu zucken,
im Gegenteil, noch mit Frohlucken,
sich von dem Entrich ließen ducken.



Giebelspruch

O lieber Gott, mein Haus beschütz
vor Dieben, Wanzen, Sturm und Blitz.
Oh, halte fern vom Leibe mir
den Doktor und Gerichtsvollzieh'r.



Die Wühlmaus

Die Wühlmaus nagt von einer Wurzel
das W hinfort, bis an die -urzel.
Sie nagt dann an der hintern Stell
auch von der -urzel noch das l.
Die Wühlmaus nagt und nagt, o weh,
auch von der -urze- noch das e.
Sie nagt die Wurzel klein und kurz,
bis aus der -urze- wird ein -urz--.

Die Wühlmaus ohne Rast und Ruh
nagt von dem -urz-- auch noch das u.
Der Rest ist schwer zu reimen jetzt,
es bleibt zurück nur noch ein --rz--.
Nun steht dies --rz-- im Wald allein.
Die Wühlmäuse sind so gemein.


Fred Endrikat ( 1890 – 1942 )


…..wird fortgesetzt










Spieltag 20







29. Januar 1728



Uraufführung von : „A beggar´s opera „ in London.
Der Kassenschlager diente Bertolt Brecht
200 Jahre später als Vorlage für seine Dreigroschenoper


Zweites Dreigroschenfinale


Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben
Und Sünd' und Missetat vermeiden kann
Zuerst müsst ihr uns was zu fressen geben
Dann könnt ihr reden: damit fängt es an.

Ihr, die euren Wanst und unsre Bravheit liebt
Das eine wisset ein für allemal:
Wie ihr es immer dreht und wie ihr's immer schiebt
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.

Erst muß es möglich sein auch armen Leuten
Vom großen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden.

Denn wovon lebt der Mensch?

Denn wovon lebt der Mensch? Indem er stündlich
Den Menschen peinigt, anfällt, auszieht, abwürgt und frißt.
Nur dadurch lebt der Mensch, daß er so gründlich
Vergessen kann, daß er ein Mensch doch ist.

Ihr Herren, bildet euch nur da nichts ein:
Der Mensch lebt nur von Missetat allein!


Ihr lehrt uns, wann ein Weib die Röcke heben
Und ihre Augen einwärts drehen kann
Zuerst müßt ihr uns was zu fressen geben
Dann könnt ihr reden: damit fängt es an.

Ihr, die auf unsrer Scham und eurer Lust besteht
Das eine wisset ein für allemal:
Wie ihr es immer schiebt und wie ihr's immer dreht
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.

Erst muß es möglich sein auch armen Leuten
Vom großen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden.

Denn wovon lebt der Mensch?

Den wovon lebt der Mensch ?Indem er stündlich
Den Menschen peinigt, anfällt, auszieht, abwürgt und frißt.
Nur dadurch lebt der Mensch, daß er so gründlich
Vergessen kann, daß er ein Mensch doch ist.

Ihr Herren, bildet euch nur da nichts ein:
Der Mensch lebt nur von Missetat allein!


Musik : Kurt Weill
Text : Bert Brecht

Aufführung : Berlin, 1982
u.a. mit Lotte Lenya und Wolfgang Neuss









Spieltag 19











Spieltag 18










Nach dem Spiel ist vor dem Spiel



Was ist das Fußballspiel? Was Wunderbares!
Vom Anpfiff an bis in die Nachspielzeit
nur Glück und Glanz und Widerwärtigkeit,
und zum Verzweifeln ist es – und so war es.


Auswechselspieler auf der Aschenbahn,
sie traben – Aus dem Rasen schlagen Flammen,
im Stadion bricht gleich ein Tor zusammen.
Der Lautsprecher sagt das Weltende an.


Und ein Gesang torloser Höllenpein.
Ein Spieler zögert mit der Ballabgabe:
Es schreit sein Knie, als ob es Schmerzen habe.
Der Schiedsrichter befiehlt ihm, still zu sein.


Ein Weltenrichter pfeift. Wie ist es ausgegangen?
Wach auf, o Mensch : Es hat erst angefangen!

F.W. Bernstein




Musik : Baddiel & Skinner & Lightning Seeds - Three Lions









Spieltag 17







Weihnachtsausgabe



Hätten Sie´s gewusst ? Hansi Fleischer war 1954
im Krippenspiel von St. Stephan in Kleinheubach
das Christkind

Grafik : Gerhard Glück




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Die drei Meisen
aus dem Morgenland


Die Hauben die Kohl
die Schwanz
die Blau
Das sind aber vier ?

Genau !


F.W. Bernstein



Die Kulturredaktion wünscht
frohe Weihnachten
und einen guten Rutsch ins neue Jahr !!


Musik : SaxoFour – Stille Nacht








Spieltag 16





Sensationsfund

zum
80. Geburtstag von

Heinz Georg Kramm


(Archivaufnahme: SDS – Kadertreffen
1968 Frankfurt am Main)


Der Kulturredaktion wurde ein Tondokument zugespielt,
daß noch unveröffentliches Material aus der frühen Schaffensperiode H.G. Kramms enthält.
Wir halten es für unsere journalistische Pflicht, dies der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.



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Die letzte Schlacht gewinnen wir


Wir brauchen keine Hausbesitzer,
denn die Häuser gehören uns.
Wir brauchen keine Fabrikbesitzer,
die Fabriken gehören uns.


Aus dem Weg, Kapitalisten,
die letzte Schlacht gewinnen wir.
Schmeißt die Knarre weg, Polizisten,
die rote Front und die schwarze Front
sind wir


Wir brauchen keinen starken Mann,
denn wir sind selber stark genug.
Wir wissen selber, was zu tun ist,
unser Kopf ist groß genug.


Aus dem Weg, Kapitalisten,
die letzte Schlacht gewinnen wir.
Schmeißt die Knarre weg, Polizisten,
die rote Front und die schwarze Front
sind wir


Unser Kampf bedeutet Frieden
und wir bekämpfen euren Krieg.
Jede Schlacht, die wir verlieren,
bedeutet unseren nächsten Sieg.


Aus dem Weg, Kapitalisten,
die letzte Schlacht gewinnen wir.
Schmeißt die Knarre weg, Polizisten,
die rote Front und die schwarze Front
sind wir


Text : Ton Steine Scherben
Interpret : Der Wahre Heino










Spieltag 15



Liga – Lyrik
von A – Z


[ M wie Ernst Meister ]






Hundeasyl

(oder: The Bell)



Bei Ankunft nachts
bitte nicht bellen
sondern, kurz,
1 x schellen








Spieltag 14






Meister der komischen Kunst

Michael Sowa





Blitzentspannung nach
Waltraud Birnbach – Wumme



Musik : Kitaro – silk road









Spieltag 13





Tucholsky´s Kommentare


Manche tanzen manchmal wohl ein Tänzchen
immer um den heißen Brei herum,
kleine Schweine mit dem Ringelschwänzchen,
Bullen mit erschrecklichem Gebrumm.
Freundlich schaun die Schwarzen und die Roten,
die sich früher feindlich oft bedrohten.
Jeder wartet, wer zuerst es wagt,
bis der eine zu dem andern sagt:
“Schließen wir nen kleinen Kompromiß!
Davon hat man keine Kümmernis.
Einerseits – und andrerseits -,
so ein Ding hat manchen Reiz…

Sein Erfolg in Deutschland ist gewiß:
Schließen wir nen kleinen Kompromiß!


Seit November klingt nun dies Gavottchen.
Früher tanzte man die Carmagnole.
Doch Germania, das Erzkokottchen,
wünscht, daß diesen Tanz der Teufel hol.
Rechts wird ganz wie früher lang gefackelt,
links kommt Papa Ebert angewackelt.
Wasch den Pelz, doch mache mich nicht naß!
Und man sagt: “Du, Ebert, weißt du was:
“Schließen wir nen kleinen Kompromiß!
Davon hat man keine Kümmernis.
Einerseits – und andrerseits -,
so ein Ding hat manchen Reiz…

Sein Erfolg in Deutschland ist gewiß:
Schließen wir nen kleinen Kompromiß!


Seit November tanzt man Menuettchen,
wo man schlagen, brennen, stürzen sollt.
Heiter liegt der Bürger in dem Bettchen,
die Regierung säuselt gar so hold.
Sind die alten Herrn auch rot bebändert,
deshalb hat sich nichts bei uns geändert.
Kommts, daß Ebert hin nach Holland geht,
spricht er dort zu seiner Majestät:
“Schließen wir nen kleinen Kompromiß!
Davon hat man keine Kümmernis.
Einerseits – und andrerseits -,
so ein Ding hat manchen Reiz…

Und durch Deutschland geht ein tiefer Riß.
Dafür gibt es keinen Kompromiß!


Kaspar Hauser in der „Weltbühne“,
am 13.03.1919



Musik : Hanns Eisler
Gesang : Ernst Busch









Spieltag 12



Guten Morgen


O Morgenröte um halb acht,
die kalte Nacht vergangen.
Ich lebe und bin aufgewacht.
Der Tag hat angefangen.

Ich trinke meinen Morgentee
und füge mich zusammen;
Wie war die Nacht? Was tut heut´weh?
Die Sonnenaufgangsflammen

begeistern unser Nachbarsdach
da draußen vor dem Fenster.
Die Nachbarskinder machen Krach,
vetreiben die Gespenster.

O Bademantelmorgenstund´!
Ein Stückchen Schokolade?
Die Heizung gluckert glücklich, und
ich zieh mich aus und bade.


F.W. Bernstein








Spieltag 11






Sonderausgabe zum Hubertustag






Ein Mann in Belgien ist von seinem treuen Hund
Erschossen worden auf der Fahrt zur Jagd
Wie eine Zeitung unter Kuriose Welt vermeldet.

Der Mann aus Belgien saß zuletzt in seinem Jeep
Am Steuer ahnungslos und auf der Rücksitzbank
Die Flinte neben sich, saß ahnungslos der Hund.

Wie immer schauten beide in dieselbe Richtung
Wo sich der Wald hinzog, - schweigsam der Mann,
Sein Jagdhund hechelnd, weil es schwül war, Sommer.

Es war der letzte Sommer für den Mann. Verschreckt
Vom holprigen Gelände sprang der Hund vom Sitz
Und löste einen Schuß aus, der sein Herrchen tötete.

Ach, beide Belgier könnten heute noch unterwegs sein,
das ideale Paar, wenn nicht ein Schlagloch
Die Freundschaft dumpf zerissen hätte. Schade.

Durs Grünbein




Jagdhornsignal : Hirsch tot
Illustrationen : Franquin








Spieltag 10








Aus der Musiktruhe



Der Novak 2
[1960]


Ich habe einen Mann, den viele möchten
Der immer mich bewahrt vor allem Schlechten
Ein jeder kennt ihn, Novak ist sein Name
Ihm danke ich es, daß heut' ich eine Dame
Ob angezogen oder als ein Nackter
Der Novak hat am ganzen Leib Charakter
Ich hätt' schon längst ein böses End' genommen
Aber der Novak lässt mich nicht verkommen

Ich habe einen Mann vom Film getroffen
Der war verrückt nach neuen Heimatstoffen
Die Schnulze musst' von Kitsch und Sehnsucht triefen
Damit die Tränen eimerweise liefen
Im Silberwalde, wenn die Nebel rauchen
Da sollte mich des Försters Sohn missbrauchen
Die Rolle hätt' ich gerne übernommen
Aber der Novak lässt mich nicht verkommen

Die Menschen macht man mit Atomversuchen
Allmählich zu Idioten und Eunuchen
Wenn ich mich nachts im Lotterbette strecke
Dann leuchtet mein Gerippe durch die Decke
Die Liebe kann mich gar nicht mehr beglücken
Wenn ringsumher die Geigerzähler ticken
Ich hab'schon einen Tick davon bekommen
Aber der Novak lässt mich nicht verkommen

Ich möchte für mein Leben gern Modell sein
Das könnte ein Geschäft eventuell sein
Die Kuven müssten spielend mich ernähren
Von meinen könnt' ich ziemlich lange zehren
Doch keiner will was Nacktes und Kompaktes
Die Ziegenbärte malen heute Abstraktes
Konkret hätt' man mich nur ins Bett genommen
Aber der Novak lässt mich nicht verkommen

Für halbstark, uns're allerletzte Masche
Hab' ich die beste Lösung in der Tasche
Ich würde mich nicht zimperlich genieren
Und einmal einen Halben ausprobieren
Denn rührte sich der Bursche flink und tüchtig
Dann wär' die halbe Stärke nicht so wichtig
Denn Rest hätt' ich ihm später abgenommen
Aber der Novak lässt mich nicht verkommen

Ich lese, eh' ich nachts zur Ruhe gehe
Zunächst das Handbuch der vollkomm'nen Ehe
Auch Kinsey hilft der Phantasie gewaltig
Denn das Gebiet ist ja sehr vielgestaltig
Ich prüfe meine sexbegabten Zonen
Und kenne an die dreißig Positionen
Man sollt' mal eine neue Tour erfinden
Aber der Nowak will sich nicht so schinden

Ich wollt' im Protokoll mich informieren
Wie muss man frei nach Pappritz mich veführen
Ich müsste mir so manches abgewöhnen
Im Höhepunkt zum Beispiel laut zu stöhnen
In andrer Hinsicht bleibt es ganz bem Alten
Die Dame darf das Hütchen aufbehalten
Ich hätt' am Kursus gerne teilgenommen
Aber der Nowak lässt uns nicht verkommen

Gesang : Gisela Jonas
Musik : Hugo Wiener
Text : Alexander Gorski


p.s.

Wer dies zum Anlaß nehmen möchte
noch einmal das Original von
Sissi Kraner
zu hören .
Viel Vergnügen !


https://www.youtube.com/watch?v=zA8xERVHXh8







Spieltag 9






Eine Hose ist eine Hose ist eine Hose...



Die Artenvielfalt

Ist deine Hose nicht mehr gut,
Ist auch dein Tag missraten.
Denn im Geschäft packt dich die Wut:
Da liegt ein Dutzend Arten !

Derselbe Unsinn auch beim Tier:
Ein Wirrwarr allerorten.
Doch warum bitte brauchen wir
Da mehr als ein, zwei Sorten ?

Zwei Sorten Pferd, zwei Katz, zwei Hund,
Ein Fisch, ein Summ, ein Krabbel.
Mehr braucht kein Mensch zum Leben und
Schluss wär´s mit dem Gebabbel.

Thomas Gsella





Dereyi görmeden paçayı sıvama.

Krempel nicht die Hosen hoch,
bevor Du nicht den Bach gesehen hast.
[ Türkisches Sprichwort ]


Illustration: F.K. Waechter







Spieltag 8




Tucholsky´s Kommentare


Bei uns in Europa


Ihr schickt uns aus dem Lande von Ford
einen ziemlich miesen Menschenexport:
überschwemmt sind Paris und Griechenland
von euerm mäßigen Mittelstand.
Diese Reisenden, laut und prahlerisch,
legen geistig die Füße auf den Tisch,
fallen lästig an allen Orten;
und jeder zweite Satz beginnt mit den Worten:
»Bei uns in Amerika . . . «


Bei euch in Amerika gibts zweierlei Rechte
(für Arme und Reiche) – gibt es Gute und Schlechte;
gibt es solche und solche: Lewis und Mencken,
und Dollardiener, die in Dollars denken.
Bei euch in Amerika gibt es Republikaner
und richtende blutige Puritaner.
Ihr habt Kraft, Jugend und Silberlinge –
aber ihr seid nicht das Maß aller Dinge,
bei euch in Amerika.


Bei uns in Europa ist das Weib
keine Haremsfrau ohne Unterleib –
bei uns in Europa ist die schwarze Haut
kein Aussatz, dem man Extra-Bahnwagen baut;
bei uns in Europa kann wer ohne Geld sein
und dennoch, dennoch auf der Welt sein –
bei uns in Europa kann man bestehn,
ohne in die Sonntags-Schule zu gehn,
weil fast keiner so am Altare steht:
eine plärrende nüchterne Realität –
wie bei euch in Amerika.


Das wissen natürlich bei euch die Guten
ganz genau. Der Rest hat von Blasen und Tuten
keine Ahnung. Hört nur den Schmeichelchor
seiner news-papers; kommt sich so erstklassig vor . . .
Hör nicht hin, Arbeitsmann. Laß sie ziehn,
die Eitelkeiten der Bourgeoisien.

Pässe, Fahnen und Paraden
das sind lächerliche Zementfassaden . . .

Denn die wahre Grenze, zwischen Drohnen und Fronen,
läuft quer hindurch durch alle Nationen –

bei euch in Amerika.
Wie bei uns in Europa.


Theobald Tiger in der „Weltbühne“,
am 04.10.1927




… wird fortgeführt








Spieltag 7






Bayern übt für Jamaika





Graphik : Greser & Lenz
Musik : Afroman - because i got high










Spieltag 6




Thomas Gsella Spezial


Teil III


Das Wasser


Kein Leben ohne es und kein
Gewächs, Getier, Gemensch und kein
Vergissmeinnicht, kein Brot und kein
Radieschen, Apfelmus. Und kein

Karnickel ohne es und kein
Koala, Kolibri und kein
Marienkäferchen und kein
Delfin und Papagei. Und kein

Charles Dickens ohne es und kein
Pele, Adorno, Bach und kein
Pol Pot, kein Höcke. Fazit : Nein,
Das Wasser muss bei Gott nicht sein.


[aus: Thomas Gsella – Saukopf Natur - Gedichte]











Spieltag 5




Thomas Gsella Spezial


Teil II


Der Steilhang


Es ist nicht eben auf der Welt :
Hinauf geht’s und hinunter.
Und weil kein Mensch nach oben fällt,
Fällt jeder Mensch herunter.

Zum Fallen ist der Steilhang da,
Und nichts ist noch gemeiner :
Wo ein Schritt früher Boden war,
Ist ein Schritt später keiner.

So kippt der Mensch in leerem Nichts
Vom Geraden in die Schiefe.
Dann fällt er dank des Fallgewichts
Des Körpers in die Tiefe.


Die Schlucht


Sie ist dem Steilhang wesensgleich,
Doch stärker zu verdammen :
Die Schlucht bringt auf nur einen Streich
Zwei Steilhänge zusammen.

Von daher ist´s der Schlucht egal,
Aus welcher Himmelsrichtung
Der Mensch sich nähert : Allemal
Gelingt ihr die Vernichtung.

So könnt´ein Knecht des Marketings
Die Schlucht wie folgt bewerben :
„ Hier fallen Sie von rechts und links
Hinunter ins Verderben.“


[aus: Thomas Gsella – Saukopf Natur - Gedichte]











Spieltag 4




Thomas Gsella Spezial


Teil I


Das Loch


Wenn unsre Erdkruste pausiert,
Dann ist sie unterbrochen.
Geschieht dies klein und rundlich, wird
Von einem Loch gesprochen.

Wer gehend reintritt, konstatiert
Danach ein kurzes Pochen.
Tut man´s beim schnellen Joggen, wird
Ein lautes Aaaa gesprochen.

Wenn es in vollem Sprint passiert,
Wird wochenlang gekrochen.
Denn bricht im Loch ein Knochen, wird
Von einem Bruch gesprochen.


Der Huckel


Er existiert, damit zum Loch
Das Gegenteil nicht fehle.
Der Huckel lastet wie ein Joch
Auf Körper, Geist und Seele.

In´s Loch tritt unser Fuß hinein
Zum Auftakt unsres Tanzes.
Stellt dann der Huckel noch ein Bein,
Versagt der Mensch als Ganzes:

Mit Bruch im Fuße knallt er in
Den Lehm, den Sand, die Pfützen.
Der Huckel hat nur eins im Sinn:
Das Loch zu unterstützen.

Die Wurzel


Sind Loch und Huckel nicht präsent,
Wird es die Wurzel richten,
Das frohe Herz, das hüpft und rennt,
Moralisch zu vernichten.

Ein hohler Halbkreis, grad fußklein:
So muss sie nichts als warten.
Erst schnellt der frohe Fuß hinein,
dann kann das Unheil starten.

Denn hüpft das Herz auch weiterhin:
Nach vorn ! Dem Ziel entgegen !,
Zwingt´s doch der Fuß, sich mittendrin
Im Hüpfen hinzulegen.


[aus: Thomas Gsella – Saukopf Natur - Gedichte]









Spieltag 3










    Udgifter Ferie    



Svendborg


Geflüchtet unter das dänische Strohdach, Freunde
Verfolg ich euren Kampf. Hier schick ich euch
Wie hin und wieder schon die Verse, aufgescheucht
Durch blutige Geschichte über Sund und Laubwerk.

Verwendet, was euch erreicht davon, mit Vorsicht!
Vergilbte Bücher, brüchige Berichte
Sind meine Unterlage. Sehen wir uns wieder
Will ich gern wieder in die Lehre gehn.

Bertolt Brecht



[aus dem Dänischen Exil in Svendborg]






Wir sind dann mal weg !
[Die Kulturred.]













Spieltag 2






26. August - National
Dog-Day





Text:
Daß mir der Hund das Liebste sei.......
[ Franz von Assisi zugeschrieben ]

Musik :
Ein Hund lief in die Küche...
[ Schmidibus ]










Spieltag 1








Fussball


Hurtig, in schwärzlichen Socken, läuft einer mit mit dem Ball.
Kennt alle Regeln, sein Pfiff macht, daß die Spieler
wie wild
Über den Rasen hinjagen und sich aus Ballmangel
hart
Gegen das Schienbein treten, bis wieder ein Pfiff gellt,
im Gras
Liegt Nummer Sieben und krümmt sich, weinend,
der schwärzlich Besockte,
Der, was die Stunde schlägt, weiß, stampft mit dem Fuß auf, hinaus
Muß Nummer Sieben, ein Tunnel schluckt sie, eh´ihr
der Reporter
Noch ein Wort nachruft, denn so ist ja, ein Tor fällt,
das Leben.


Thomas Rosenlöcher



Wir begrüßen an dieser Stelle ausdrücklich Bibiana Steinhaus in der 1. Bundesliga. Wird auch Zeit !!

Einen Willkommensgruß auch an Bernd, der neue Mann in der Tipprunde, der die Berliner Verteidigung verstärken soll. Das wird wohl auch nötig sein!

Ich hoffe, ihr seid alle wieder am Start, gut durch die Sommerpause gekommen und habt ein paar Milliönchen in den neuen Kader investiert....?!?

Mögen die Spiele beginnen !

Die Kulturredaktion